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1. Preis Round Table - Wissensaustausch zwischen Vorstand und Auszubildenden
IDEAL Versicherungsgruppe
Projektzusammenfassung Junge Menschen stecken voller innovativer Ideen! Dieser Auffassung sind die Ausbildungsverantwortlichen der IDEAL Versicherungsgruppe in Berlin. Oftmals kommen Auszubildende mit vielen guten und dynamischen Ideen von den allgemeinbildenden Schulen und möchten diese voller Tatendrang in die Praxis umsetzen.
Eine Hauptaufgabe der Ausbildungsabteilungen besteht nicht nur darin, neue Auszubildende zu gewinnen, sondern auch darin, die bestehenden Auszubildenden zu fördern, zu motivieren und sie in das Unternehmen zu integrieren. Für diese Ziele wurde bei der IDEAL das Projekt „Round Table“ ins Leben gerufen. Denn das in diesen jungen Talenten viel Potential steckt, hat auch der Vorstand der IDEAL erkannt und stimmte einem direkten Wissensaustausch zwischen Mitgliedern des Vorstandes und Auszubildenden zu. Im Rahmen eines 3-monatigen Projekts bearbeiten alle Auszubildenden jahrgangs- und ausbildungsübergreifend ein aktuelles Thema, welches sie mit dem Vorstand diskutieren möchten. Von der Themenwahl, über die Bearbeitung, bis hin zur Präsentation wird das Projekt selbstständig von den Auszubildenden durchgeführt. Im 1. Quartal dieses Jahres diskutierten die Auszubildenden mit unserem Vorstandsvorsitzenden beispielsweise über das Thema „Green Building – Energie effizient nutzen“ und stellten Möglichkeiten vor, wie die IDEAL effizienter mit ihren Ressourcen umgehen und erneuerbare Energien im eigenen Hause gewinnbringend nutzen kann. Homepage: www.ideal-versicherung.de
Jurybegründung Die Jury zeichnet das Projekt »Round Table – Wissensaustausch zwischen Vorstand und Auszubildenden« als umfassend gelungene Erstausbildungskonzeption aus: Im Rahmen eines 3-monatigen Projekts bearbeiten alle Auszubildenden jahrgangs- und ausbildungsübergreifend ein aktuelles Thema, das sie mit dem Vorstand anschließend diskutieren und dessen Ergebnisse umgesetzt werden. Besondere Anerkennung findet, dass die Azubis umfassend eigen-initiativ sind und das Projekt bereits seit mehreren Jahren wertvolle Impulse im Hause der IDEAL setzt. Hervorhebenswert ist die integrative Wirkung der interdisziplinären Besetzung des Azubi-Projektteams. Überzeugt hat die Jury vor allem die Identifikationswirkung von »Round Table« und damit die hohe Mitarbeiterbindung, die so bereits in sehr frühen Phasen der Unternehmenszugehörigkeit geschaffen werden kann. Das diesjährige Thema »Green Building« trägt dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung, der somit auch das Umweltbewusstsein der Azubis stärkt. Die Initiative ist sauber dokumentiert und auf andere Unternehmen gut übertragbar. »Junge Menschen stecken voller innovativer Ideen!« – das war der Ursprungsgedanke der Ausbilder. Dieses Potenzial zu nutzen, ist erfolgreich gelungen!


2. Preis Wechsel zu einer handlungsorientierten Ausbildung
SAARLAND Feuerversicherung AG, SAARLAND Lebensversicherung AG
Projektzusammenfassung Auf Basis einer Mittelfrist-Personalplanung (rechtslastigen Altersstruktur) haben wir hausinterne Umstrukturierungen in 2005 und die sich abzeichnende Neuausrichtung des Berufsbildes konsequent genutzt, unsere Erstausbildung völlig neu zu konzipieren. Mitte 2006 änderten sich die handelnden Personen und Zuständigkeiten, die Ausbildung wurde zentralisiert und das bestehende Kundenzentrum der Direktion vollständig integriert. Für 6 Azubis je Ausbildungsjahr haben wir jeweils 1 hauptberuflichen Trainer eingestellt. Aufbauend auf einem stringenten Beurteilungssystem entstanden durch die räumliche und personelle Konzentration neue methodische Möglichkeiten, die dazu führten, dass unsere Azubis teamorientiert mit dem deutlichen Schwerpunkt Vertrieb ausgebildet werden. Dies erfolgte in der Intension, die Azubis auf bestem Leistungsstand bedarfsgerecht entsprechend ihren Stärken unbefristet zu übernehmen. Homepage: www.saarland-versicherungen.de
Jurybegründung Den zweiten Preis vergibt die Jury an das Projekt »Wechsel zu einer handlungsorientierten Ausbildung« der Saarland Versicherungen. Was sich vom Titel her zunächst wie das Pflichtprogramm jedes Ausbilders liest, zeigt hier einen besonderen Ansatz, den Azubis von vornherein Mut zu machen, sich dem Vertriebsthema intensiv zu nähern. Die Auszubildenden besetzen von Anfang an und umfänglich verantwortlich das Service Center und werden intensiv durch Trainer betreut. Die Jury möchte betonen, dass externe Einflussfaktoren, wie die Pflicht der Umsetzung des neuen Berufsbildes und die Reorganisationsbestrebungen des Hauses eine Hinwendung zur Handlungsorientierung einforderten. Dabei wird ein besonders betreuungsintensiver und effektiver Weg für die Azubis gefunden, Praxis- und Vertriebsorientierung umzusetzen. Oft tut sich zwischen dezentraler und zentraler Ausbildung in den Untenehmen ein hoher Unterschied auf. Solch ein »Kulturschock« kann mit dieser Form der Ausbildung vermieden werden: direkter Kundenkontakt und trotzdem zentralisierte Anleitung und Ausbildung. Eine gelungene Verknüpfung! 

3. Preis Allianz Azubi-Planspiel: Handlungsorientiertes Lernen
Allianz Deutschland AG, München
Projektzusammenfassung Das Allianz Azubi-Planspiel ist eine speziell auf die Anforderungen der Berufsausbildung zum Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen abgestimmte Lehr- und Lernmethode zur Vermittlung komplexer, gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge. Neben Änderungen der zu vermittelnden Inhalte, wurde vor allem eine Neuausrichtung der Ausbildungsmethodik angestrebt. Das Azubi-Planspiel ist die vereinfachte Abbildung des komplexen Systems „Versicherungsunternehmen“. Die Azubis erhalten als Teilnehmer Einblicke in die wichtigsten Tätigkeitsfelder eines Versicherungsunternehmens. Sie erfahren Zusammenhänge und Vernetzungen zwischen den einzelnen Bereichen und erleben die damit verbundenen Kommunikations- und Entscheidungsprozesse. Eine Computer-Simulation liefert die Zahlen und Daten für die am Spiel beteiligten Gruppen, die als Unternehmen auf einem gemeinsamen Markt agieren. Homepage: www.allianz.de
Jurybegründung Um eine komplexe Umwelt zu verstehen ist es von Vorteil, auch in komplexen Strukturen zu lernen. Die Jury zeichnet daher das Azubi-Planspiel der Allianz Deutschland mit dem InnoWard 2009 aus. Die Simulation versteht es mittels Szenariotechnik, dem Berufsanfänger innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über die Zusammenhänge in einem Versicherungsunternehmen zu vermitteln. Innovativ wird das Projekt vor allem im Bereich der Auszubildenden eingeschätzt. Rechnersimulierte Lehr-Lernumgebungen sind hochgradig nachahmenswert. Besonders gefällt es den Juroren, dass ab 2009 alle Azubis der Allianz Teilnehmer dieses Planspiels sein werden. Die eigenen positiven Erfahrungen innerhalb des Bildungsnetzwerks, das sich in der Branche auch für den Einsatz des Azubiplanspiels »VerSimBi« stark macht, können die Richtigkeit und Wichtigkeit von computersimulierten Modellen zum Begreifen einer komplexen Umwelt nur unterstreichen. Es wäre ein großartiger Lernerfolg, würde jeder Azubi unserer Branche einmal simuliert erfahren können, wie das große Ganze funktioniert. Der Allianz Deutschland ist zu gratulieren, dass sie diesen Weg für alle Azubis gehen wird – das lässt auf Azubigenerationen hoffen, die von Anfang an vernetzt denken und wirtschaften lernen.

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